Startseite | Kontakt | Impressum

Grundlagen der Pädagogik

Das Kind
in Ehrfurcht empfangen
in Liebe erziehen
in Freiheit entlassen.
(Rudolf Steiner)

Die Grundlagen der Waldorfschulen und in Folge der Waldorfkindergärten sind von Rudolf Steiner gelegt worden. Sie basieren auf einem anthroposophischen Menschenbild, welches von der Medizin über die biologisch-dynamische Landwirtschaft, der Kunst bis zur Pädagogik und Heilpädagogik reicht.

Im Waldorfkindergarten sehen die Erzieher ihre Aufgabe darin, die Lebenszusammenhänge in sinnvoller, dem Entwicklungsstand angemessener Weise an die Kinder heranzubringen, damit sie für die Kinder durchschaubar und nachvollziehbar sind.

Da die Kinder in diesem Alter nachahmend lernen, sollen die Kinder am Erwachsenen sehen, wie und warum er etwas tut. Gerne helfen die Kinder während der Freispielzeit in praktischem Tun, z.B. das Frühstück gemeinsam bereiten und andere Haushaltstätigkeiten durchführen.

Kinder beim PuppenspielDas Spielmaterial besteht ausschließlich aus natürlichen Stoffen. So werden durch die Unvollkommenheit, z.B. von Asthölzern die Phantasie angeregt und Möglichkeiten zum schöpferischen Spielen gegeben.

Grundprinzip ist das Rhythmische, das sich durch den Tag, die Woche und das Jahr zieht. So folgen im Tageslauf auf bewegte Spiele solche mit Ruhe und Konzentration, auf Freispiel im Raum das Hinausgehen in die Natur. Die Woche wird durch bestimmte Tätigkeiten und Mahlzeiten an festgelegten Tagen für die Kinder durchschaubar und gegliedert.

Der Jahreskreislauf verdeutlicht sich durch die Feste, deren Vorbereitungen breiten Raum einnehmen.

Besonderen Wert legt der Waldorfkindergarten auf das Erleben in der Natur. So gehen die Kinder täglich und bei jedem Wetter ins Freie: Garten, Wald und Spielplatz.Zum Erntedank geschmückter Jahreszeitentisch

Das Erziehungsprinzip ist Vorbild und Nachahmung. Das Kind wird altersgemäß nicht nur über den Intellekt, sondern als ganzer Mensch gerade im rhythmischen und im Willensbereich angesprochen.

Die eigene Phantasie ist der beste Spielgefährte:
Ein kleiner Holzzweig am Wegesrand und hui- der edle Ritter hat sein Schwert für kühne Drachenabenteuer! Oder dieser unscheinbare Stein in Papas Gemüsebeet- ein funkelnder Zauberdiamant mit geheimnisvoller Kraft!
Ob beim Spielen, Malen, Musizieren und Gestalten, oh ja, unsere Kinder sind stark im kreativen Impressionieren: Wenn man sie lässt- und wenn die eigene Phantasie es zulässt.
Dann ist sie ganz geschwind da- aus dem Ich kommend, im Hier verweilend, um kurz darauf wieder zu entfliehen.
Diese wunderbare Welt, die fernab der Realität und voller Ungeduld mit wilden Purzelbäumen in den Kinderträumen tanzt.
Und genau diese Welt kann uns ein ganzes Leben lang begleiten, nicht nur als Kindheitserinnerung, sondern vielmehr als Charakterzug eines Menschen, der mit Hilfe seiner Kreativität die unterschiedlichsten Herausforderungen des privaten und beruflichen Alltags meistert:
unkonventionell, flexibel und ideenreich.